Typisch Komedia

KoMedian – Ein Querschnitt oder „Die Liga der Außergewöhnlichen Medienhelden“:
Natürlich darf eine der methodischen Parade-Disziplinen der Komedias, die statistische Datenauswertung, in Hinblick auf unseren Studiengang, nicht fehlen!
Deshalb präsentieren wir an dieser Stelle einige zusammengetragene Daten für dich, um dir ein Bild des „typischen Komedia-Studierenden“ zu vermitteln. Auch wenn man schon mal vorwegnehmen kann, dass dieses Bild nicht unbedingt so typisch ist.
Die Grundlage hierfür bildet eine Strichprobe, bei der 85 Komedia-Studierende befragt wurden.

Geschlecht:Geschlecht

Üblicherweise überwiegt der Männeranteil bei Studiengängen mit informatischen Inhalt.
Im Regelfall beträgt der Frauenanteil in der Fachrichtung für IT-Spezialisten o.Ä. nur um die 15%.
Im starken Gegensatz dazu entspricht das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Komedia-Studierenden: 80 zu 20. Insbesondere in den letzten Jahrgängen ist der Anteil weiblicher Studierender angestiegen.
Nicht das gewöhnliche Profil eines „Informatik-Nerds“, oder?

Diversität:

akademisch - mutterDoch nicht nur das Geschlechterverhältnis zeigt wie divers und anders die Besetzung in unserem Studiengang gehalten ist.
Sehen wir uns die Haushalte an, aus denen Komedias stammen.
In Deutschland nehmen von 100 Kindern aus Akademikerfamilien 71 ein Hochschulstudium auf. Bei Kindern nicht-akademischer Herkunft sind es gerade mal 24.
Bei Komedias sieht das anders aus: 63.5% der Väter und 69,4% der Mütter haben keinen akademischen Abschluss. Eine Besonderheit im Universitäts-akademisch - vaterUmfeld, welches vielleicht auch durch die Praxisnähe des Studiengangs bedingt ist!

 

Bildungsgrad beider Eltern

 

 

Zusätzlich stellte sich bei den Befragten heraus, dass 54.12%  von ihnen aus keinem Akademikerhaushalt stammen, da bei ihnen beide Elternteile keinen akademischen Abschluss besitzen.

 

Dabei arbeitet ein Großteil der Väter in ingenieurswissenschaftlichen bzw. wirtschaftlichen Berufsfeldern. Bei den Müttern sind die meist vertretenen Berufsgruppen im wirtschaftlichen bzw. sozialen und bildungstechnischen Bereich angesiedelt.
In Verbindung mit dem Anteil Studierender mit Migrationshintergrund von circa 18%, zeigt sich, dass sich die verschiedensten jungen Menschen für ein Studium als Komedia-Student oder Studentin entscheiden.migrationshintergrund

 Zufriedenheit mit dem Studium

Bei der Befragung der Studierenden wurde desweiteren ihre Zufriedenheit mit dem Komedia Studiengang ermittelt. Hierbei wurden sie in zwei Gruppen unterteilt und anhand der Mittelwerte beider Gruppen wurden diese miteinander verglichen. Die erste Gruppe bestand aus Komedia Studierenden bis einschließlich des dritten Semesters und die zweite aus Studierenden über dem dritten Semester. Dies ergab, dass beide Gruppen sich in ihrer Zufriedenheit kaum von einander unterscheiden und dass sie mit einem Mittelwert von ca.40 von 60(erste Gruppe:40.5 ; zweite Gruppe:40.89)  äußerst zufrieden mit dem Komedia Studiengang sind. Dies zeigt auf das Komedia Studierende durch ihr Studium hinweg eine anhaltende und große Befriedigung durch ihrem Studiengang empfinde.

Job neben dem Studium:

Neben den Vorlesungen und Praxisprojekten arbeiten viele Studierende. Sei es aus monetären Gründen oder darum, einen Einblick in die Berufwelt zu erschaffen.
Rund ein Drittel (36.5%) der Befragten arbeitet in einem Job, der relevant für die spätere Karriere sein könnte. Der Rest arbeitet entweder in einem Job, welchen sie als studiumsirrelevant betrachten (38.8%) oder gar nicht (24.7%).

Interessenprofil:

„Was interessiert mich eigentlich?“ – Viele Studienanfänger und Studierende in interdisziplinären Studiengängen stellen sich diese Frage.
Und das zu Recht! Immerhin bestimmt der Beruf, den man ergreift, einen sehr großen Teil der späteren Lebensgestaltung.
Die meisten Komedias beschreiben ihre eigenen Interessen im psychologischen Bereich (auf einer Likert-Skala von 1-5 liegt der Mittelwert bei 4.32) als stärker ausgeprägt als die im informatischen Bereich (hier liegt der Mittelwert bei 3.14).
Die selbstwahrgenommenen Stärken liegen laut der Befragung vor allem in psychologischen (Mittelwert von 4.09) sowie designtechnischen (Mittelwert von 3.51) Aufgabenfeldern. Aber dennoch sehen Andere ihre Stärken besonders in informatischen oder wirtschaftlichen Aufgaben.

Viele fragen sich vielleicht ob es normal ist, dass sie noch kein festes Berufsziel haben. Und wir können euch beruhigenderweise sagen: Ja! Vor allem in interdisziplinären Studiengängen, welche viele Möglichkeiten bieten, kristallisiert sich eine genaue Vorstellung vom späteren Berufsleben oftmals erst im Laufe des Studiums, vor allem im Master-Bereich, heraus.
Von allen Befragten hatten lediglich 25.9% bereits ein festes Berufsziel (wie z.B. Webdesigner, im Bereich Marketing, Personalmanagement, Programmierer/Designer im Games-Bereich).
Eine mögliche Hilfestellung bei der Frage nach möglichen Berufsfeldern gibt der sogenannte RIASEC-Test nach John L. Holland (1977).

Was ist eigentlich der RIASEC Test?

John L. Holland vertritt die Ansicht, dass die beruflichen Interessen eines Menschen ihre Persönlichkeit widerspiegeln und sie danach streben, in einem Berufsumfeld tätig zu werden, welches ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht (Gravitationshypothese). Eine hohe Übereinstimmung zwischen einer Person und dem Beruf führt zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und zu einer ansteigenden beruflichen Leistung und dem längerem Verbleib im Beruf. Um diese Passung zu überprüfen, hat Holland sechs unterschiedliche Interessens- bzw. Persönlichkeitstypen identifiziert.:
1. handwerklich-technisch (Realistic),
2. forschend (Investigative),
3. künstlerisch (Artistic),
4. sozial (Social),
5. unternehmerisch (Enterprising) und
6. verwaltend (Conventional).
Jedem dieser Typen können bestimmte berufliche Schwerpunkte zugeordnet werden, die für den jeweiligen Typ besonders interessant sind.

Bei unserer Untersuchung mithilfe der erweiterten Version des RIASEC Testes (AIST) wurden 126 Komedia Studierende befragt. Dabei stellte sich heraus, dass Komedias eine starke Ausprägung in 3 Kategorien aufweisen:

Hier eine kurze Beschreibung von Eigenschaften, was darunter zu verstehen ist:

E (Enterprising) – Unternehmerische AISTOrientierung (führend – verkaufend)
→Planen, verkaufen, andere Menschen anführen und konkurrenzorientiert sein.
→Beispiele: Personalmanagement, Projektleitung, Unternehmenskommunikation
A (Artistic) – Künstlerische Orientierung (gestaltend – kreativ)
→Kreativ, künstlerisch und gestalterisch arbeiten.
→Beispiele: Grafik-Design, Werbeagenturen
I (Investigative) – Wissenschaftliche Orientierung (untersuchend – forschend)
→Geistige und intellektuelle Aufgabenstellungen lösen. Untersuchungen, Analysen und naturwissenschaftliche Forschungen durchführen.
→Beispiele: Marktanalyse, Marktforschung, Psychologische Forschung, Software-Testung

Der Komedia Studiengang stattet seine Absolventen mit einem weit gefächerten Arsenal an Wissen und Fähigkeiten aus, sodass sie sich mit dem Abschluss des Studiengangs ohne Bedenken in unterschiedlichste Berufszweige begeben können. Diese Tatsache unterstützt unter anderem die 3 Kategorien die sich beim AIST herausgestellt haben. Vorlesungen wie „Organisationspsychologie“ vermitteln Wissen die durchaus in Berufen des Enterprising Bereichs Anwendung finden. Der Artisitc Bereich wird durch Vorlesungen wie „Digitale Medien“ vertreten indem hier Photoshop- und Animationskenntnisse vermittelt werden. Die Statistik Kurse des Studiengangs befähigen die Komedia Studenten durch analytisches Wissen Berufe aus dem Investigativen Bereich auszuüben.

Du willst wissen welche Interessenprofile auf dich persönlich zutreffen könnten oder welche weiteren es gibt?

Eine kurze, kostenlose Version vom RIASEC-Test sowie eine genauere Beschreibung der verschiedenen Typen kannst du hier online finden: http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/TEST/SIT/index.php

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